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Donnerstag, 13. August 2009

„Stella“ – ein Stern zieht ein

Von virtuellekatzenhaus1, 21:48

Liebe Alexandra

Hier mein Bericht über „Stella“, welche wir am 5. August 2009 bei Dir abholen durften.

Die Heimreise gestaltete sich gut. „Stella“ verhielt sich im Katzentransportkorb ruhig und machte sogar die Augen zu. Nach einer halben Stunde Fahrt kamen wir zu Hause an und setzen unser neues Familienmitglied zuerst mal auf’s Katzenklo. Ihr war das gar nicht geheuer und sie kauerte sich angstvoll in die Ecke des grossen Klos. Wir liessen sie bewusst für kurze Zeit alleine. Als wir wieder im Badezimmer vorbei schauten, hatte sie sich hinter den Katzentransportkorb verkrochen. Die Kleine hatte furchtbare Angst. In der Nacht miaute sie viel und verhielt sich immer noch versteckt.
Am nächsten Morgen zitterte sie vor Angst und miaute viel. Wir nahmen sie oft hoch und trösteten sie. Sie verbrachte fast den ganzen Tag in der Höhle des Katzenkratzbaumes. Unser Hund, ein kleiner gwundriger und frecher Cairn Terrier Namens „Dana“, näherte sich öfters um zu schauen, wer denn da frisch bei uns eingezogen ist. „Stella“ fauchte ihn jeweils ganz böse an.
Unser 8-jähriger Heilige Birma Kater „Gin“ näherte sich behutsam der kleinen und hilflosen „Stella“. Schliesslich wollte auch er schauen, wer ab nun seine neue Mitbewohnerin ist. „Stella“ fauchte auch ihn an. Dieser fand das ganz hässlich und ging schnurstracks durch die Katzentüre ins Freie. So was habe ich nicht nötig, hat er wohl gedacht…..

In der zweiten Nacht bemerkten mein Mann und ich, dass sich „Stella“ zu uns ins Bett gesellt hatte. Allerdings fand sie nun, dass man toll mit den, beim Duvet hervorschauenden, Zehen spielen kann. Oder verwechselte sie unsere Zehen mit einem Würstchen? Sie biss mehrmals hinein und machte auch vor den Waden keinen Halt. Autsch. Da hiess es alle Körperteile unter‘s Duvet zu verfrachten und still zu liegen. Denn kaum bewegten wir uns, nahm der Vampir einen Satz aufs Duvet und fand dieses Spiel ganz lustig. Von wegen Nachtruhe…..

Tagsüber war sie immer noch sehr ängstlich und fauchte Kater und Hund an, was das Zeug hielt. Uns suchte sie, wenn wir nicht mehr in Sichtweite waren, mit einem erbärmlichen lauten „Miau“.  Nach vier Tagen hatte sich unsere kleine Lady eingelebt und war viel mutiger geworden. Den Kater faucht sie mittlerweilen nicht mehr an. Sie hat gemerkt, dass er ein ruhiger und geselliger Kerl ist. Sie traute sich sogar ganz Nahe an ihn heran und probierte mit seinem Schwanz zu spielen.

Zuerst warnte er sie und miaute sie genervt an. Sie ignorierte das und wollte weiter spielen. Da erhob sich unser „Gin“ und haute ihr drei Mal mit den Pfoten ins Gesicht, so wie es Katzen eben tun. Die Krallen liess er Gentleman-like nicht heraus. „Stella“ war ganz verduzt und fauchte ihn an. Daraufhin suchte er das Weite. Schon etwas frech einem älteren Herrn Paroli zu bieten….

Mit dem stürmischen kleinen Hund „Dana“ läuft es noch nicht so gut. „Stella“ ist zwar mutiger geworden und hat gemerkt, dass er ihr nichts tun will, aber sie begreift nicht, dass Schwanzwedeln beim Hund Freude bedeutet und nicht wie in der Katzensprache „ich bin furchtbar hässig auf dich“. Der Hund fordert sie immer wieder zum spielen heraus, aber Bella „Stella“ findet dies gar nicht lustig. Mittlerweilen nimmt sie sich das Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ zu Herzen. Das wirkt bei unserem Hund  Das imponiert ihm. Wir sind überzeugt, dass es nicht mehr lange dauern wird und die beiden miteinander spielen werden.



„Stella“ war wohl in ihrem früheren Leben eine Wildsau  Sie düst in der Wohnung umher, reisst Dekorationen hinunter und klettert die Wände hoch…. So was haben wir noch nie erlebt, obwohl wir viel Erfahrung mit jungen Katzen haben.

         

         

Alexandra, wir wollten doch eine Katze und keine Wildsau

Wenn sie sich jemandem vorstellen würde, so würde sie wohl sagen:
„gestatten mein Name ist Turbo. Stella Turbo…..“
Apropos Turbo: ihr „Motor“ ist nicht zu überhören. Bei den Schmusestunden „schnürrelet“ sie laut und deutlich.

         

Wenn „Stella“ müde ist, so ist sie sehr verschmust und geniesst die Streicheleinheiten. Das ist aber (noch) eher selten der Fall.

Sie will mir auch immer beim Arbeiten helfen: jetzt liegt sie gerade auf dem Pult, vor dem Computerbildschirm. Sie will den Kugelschreiber, wenn ich ihn habe und läuft bestenfalls auf der Tastatur des Computers herum. Da gibt es dann auf dem Bildschirm die ulkigsten Sachen  zu sehen. Beim Geldnotenzählen beisst sie ins Geld und Kabel kann man auch schön anbeissen…

Wir sind glücklich mit unserer kleinen Maus und hoffen, dass sie in Zukunft nicht mehr in die saubere Wäsche im Wäschekorb und auf das Duvet, welches sich nicht in der Waschmaschine waschen lässt, macht….

Liebe Grüsse
Delia und Familie

         


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