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Der klevere Chester
Hallo Leute. Chester ist auch mal wieder da.
Vor genau zwei Wochen hatte ich Besuch. Da staunt Ihr was? Es kamen zwei Frauen, um zu sehen wie es mir so geht. Na ja, viel zu sehen gab ich ihnen nicht, aber mein Revier haben sie also jetzt gesehen
. An diesem Sonntag lag ich ja noch wie üblich, wenn Menschen in der Wohnung waren in meiner Höhle. Hei, die haben mir sogar ein Geschenk mitgebracht! Ein super riechendes Kissen! Wow! Danke noch einmal dafür.
Am Montag danach habe ich beschlossen, mehr aus meinem Leben hier zu machen. Jawohl! Das ewige in meiner Höhle rumliegen kann es ja auch nicht wirklich sein, oder? Also habe ich beschlossen, mir die Wohnung der Dosenöffner als ganzes als mein Revier zu nehmen. Seit diesem Tag bin ich auch kaum mehr in meiner Höhle, sondern irgendwo am herumstreunen. Irgendwie habe ich seit diesem Besuch das Gefühl, dass mich Helga und Tinu nicht mehr abschieben werden, und ich hier bleiben darf. Die haben mir das ja fast jeden Tag gesagt, aber wer glaubt das schon, bei meiner Geschichte.
Am Morgen, wenn meine Menschen aufstehen, warte ich jetzt zusammen mit Nora vor der Türe. Nora hat mir erklärt, das mache man so. Das sei freundlich und lieb und die Menschen hätten Freude daran. Na ja, ich kann Euch aber sagen, dass dauert manchmal ganz schön lange, bis die Türe aufgeht. Ganze sechs mal läutet es jeweils von der Kirche rüber. Menschen eben, die stehen halt nicht so zeitig auf wie wir Katzen. Dafür gibt es dann aber rasch einmal zu futtern.
Apropos Essen, ich habe gemerkt, dass die Menschen auch aus Büchsen fressen. Ja-a. Das glaubt ihr nicht? Stimmt aber. Die nennen das Yoghurt, oder so. Mittlerweile habe ich einen Trick entwickelt, damit ich auch manchmal etwas davon abkriege. Haha. Den Kopf schräg halten, Nase in die Luft und das wichtigste, ganz lieb schauen. Dann streckt mir Tinu die Büchse hin, und ich darf sie ausschlecken. Der Trick funktioniert übrigens auch bei Eiscreme, wobei die Betonung auf Creme fällt. Junge Junge, die futtern feine Sachen, die Menschen! Nachteil der ganzen Sache ist, erstens gibt es viel zu wenig von diesen Naschereien und zweitens, die ganzen feinen Dinge sind dann bis zu meinen Ohren verteilt. Brauch jeweils super lange, bis ich wieder sauber bin.
Ich hätte noch sooooo viel zu erzählen, aber eben, mir fallen schon langsam die Augen zu. Kein Wunder. Habe mal wieder fast die ganze Nacht gespielt. Liegt hier ja auch vieles rum, mit dem ich spielen kann. Mögt ihr Euch noch erinnern? Nicht? Habe ich fast gedacht. Vor ein paar Wochen wusste ich noch nicht einmal was spielen heisst, und jetzt tue ich es vor allem Abends und in der Nacht. STUNDENLANG!!! Ach das Leben ist schön!----------Ups seht ihr, bin grad kurz eingenickt. Also tschüss, und bis bald.
Euer Chester
Die Redaktion: Lustig wie Chester sich im Moment so schubweise weiterentwickelt. Mit streicheln ist nach wie vor nichts, davor hat er nach wie vor Angst. Wir dürfen jetzt ganz nahe an ihn ran, aber wehe, wir halten etwas in den Händen, das nicht nach Fressen aussieht oder danach riecht. Ich werde trotzdem in den kommenden Tagen versuchen, ein paar Fotos zu machen und sie dann hier zu zeigen. Ihr glaubt nicht, wie intelligent der Kerl ist, ich denke an Fotos und schon liegt er in seinem "Bunker". Ich denke an Yoguhrt, schon macht er auf sich aufmerksam. Was ihm beim Zutrauen fehlt, dass hat er in seiner Intelligenz. Wenn wir das gewusst hätten... ich glaube er würde Einstein heissen.
Im übrigen finden wir toll, dass es vielleicht zu einem Treffen der Cattery-Banden-Besitzer kommen könnte. Wir haben da alle irgendwie besondere Katzen mit einer ganz besonderen Geschichte. Ich weiss, alle Katzen sind etwas besonderes, aber alle Besitzer von der Cattery-Bande-Katze(n) wissen, worüber ich spreche.
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